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Demographischer Wandel im Straßenverkehr

Arbeitsgemeinschaften

Antragsteller: Juso-KV Rems-Murr

Die Jusos fordern die Einrichtung einer Expertengruppe auf Bundesebene, die sich mit dem Thema „Demographischer Wandel im Straßenverkehr“ beschäftigt. Diese Expertengruppe soll Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Verkehrssicherheit erarbeiten.

Begründung:

Neben den allgemein beachteten Herausforderungen im Renten- und Sozialwesen stellt der demographische Wandel vor allem auch im sich ändernden Verkehrswesen eine nicht zu unterschätzende Veränderung dar. Hochrechnungen des Statistischen Bundesamtes rechnen bis zum Jahr 2030 mit einem Anstieg der über 60jährigen auf ein Drittel der Gesamtbevölkerung.
Motive wie der Erhalt der Selbstständigkeit spielen auch bei älteren Menschen eine herausragende Rolle. So gaben 90% in einer Befragung des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Nordrhein- Westfalen „schlecht oder sehr schlecht auf die Nutzung des Autos verzichten zu können“ an.
Dem oft Jahrzehnte langen Erfahrungsschatz älterer Verkehrsteilnehmer, der in verschiedenen Studien in Zusammenhang mit defensivem Fahrverhalten gestellt wurde und durch die geringe Zahl an Eintragungen der Altersgruppe im Verkehrszentralregister untermauert wird, steht die Abnahme der biologischen Leistungsfähigkeit gegenüber.
So kommt es im fortgeschrittenen Alter zu einer Verschlechterung der Sinneswahrnehmungen, der damit langsameren Reaktionsgeschwindigkeit, als auch zu einer immer eingeschränkter werdenden Motorik. Des Weiteren wird in der betreffenden Personengruppe oft auch ein der Fahrsicherheit kontraproduktiver Mediakamentenkonsum festgestellt.
Wir Jusos möchten keine polemische Diskussion anstoßen, deren Ziel einen Entzug der Fahrerlaubnis ab einem gewissen Alter beinhaltet. Viel mehr wollen wir Wege aufzeigen ältere Menschen möglichst lange und mit der höchstmöglichen Sicherheit den Anforderungen des immer komplexer werdenden Straßenverkehrs zu ermöglichen.

Das ist einer der Anträge der Jusos Rems-Murr für die diesjährige LDK in Konstanz gewesen. Leider konnte der Antrag nicht behandelt werden und wird somit auf einem der nächsten LA- Sitzungen eingebracht. Das Thema wird in der breiten Öffentlichkeit leider viel zu wenig diskutiert. Da wir, auch im Gesamtdurchschnitt aller Einwohner, immer älter werden ist dies ein immer dringlicher werdendes Problem das langsam angesprochen werden muss.
Wenn es zu diesem Thema etwas neues gibt werde ich es posten.