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Paintballverbot- sinnlose Symbolpolitik

Bundespolitik

Paintball

Die Bundestagswahl steht vor der Tür- und das merkt man am besten an sinnloser Symbolpolitik die gerade in Berlin betrieben wird.

Vor ein paar Wochen noch waren sich alle Innenpolitiker in Berlin einig, dass es nicht zu blindem Aktionismus kommen darf. Und anstatt das Übel an der Wurzel zu packen und den Zugang zu Waffen und Munition zu erschweren nimmt man jetzt die Paintball- Spieler aufs Korn. Liegt ja auch nahe- schließlich sind das nur etwa 20.000 im Vergleich zu den sechs Millionen Sportschützen in Deutschland. Diese Wählerschaft kann, will und darf man natürlich nicht verprellen. Doch was ist Paintball im Kern eigentlich? Es ist nichts weiter als "Räuber und Gendarm v 2.0"- ein Mannschaftssport. Völkerball für Erwachsene sozusagen.

Doch über wirklich "kranke" Schützensportarten spricht niemand. Es wird nirgendwo in Betracht gezogen z.B. IPSC- Disziplinen (International Practical Shooting Confederation) zu verbieten. Ziel bei diesem "Sport" ist es in möglichst kurzer Zeit einen Parcours zu bewältigen und dabei auf verschiedene Ziele zu schießen. Der ehemalige Präsident des Bundes Deutscher Sportschützen, Otto Obermeyer hat dazu im ARD Magazin Panorama folgendes gesagt:
„Für mich ist das reines Kampfschießen, was hier gemacht wird, unter dem Deckmantel des Sportschießens (...). Ich kritisiere daran, dass hier Leute fit gemacht werden im superschnellen Schießen in ganz kurzer Zeit bei äußerster Treffsicherheit. Wenn da mal ein Schütze, nur einer, ausrastet und einen Amoklauf machen würde, dann wäre das eine absolute Superkatastrophe, eine nicht mehr wieder gut zu machende Superkatastrophe.“

Ich gehe zweimal im Jahr mit meinen Kollegen selber Paintball spielen. Da rennen dann etwa 16 Frauen und Männer zwischen 23 und 56 Jahren durch eine Halle und haben einen riesen Spaß. Sind wir deshalb potentielle Amokläufer? Nein- die Stimmung im Team ist Montags drauf selten so herzlich. Und warum? Weil man für die Zeit des Spieles keine Unterschiede zwischen Chef und Angestellten hat, man ist ein Team. Wie früher bei "Räuber und Gendarm".