Counter

Besucher:266609
Heute:9
Online:1
 

Think Different- frische Gedanken für ein jüngeres Schorndorf

Kommunalpolitik

Der Text der alten Startseite zum nachlesen.

Frische Gedanken für ein jüngeres Schorndorf- eine provokante These. Dessen bin ich mir bewusst, doch genau das soll die Aussage ja auch erreichen. Provozieren, zum Nachdenken anregen...

Ich würde mir wünschen, dass nach den Kommunalwahlen auch neue Leute im Gemeinderat sitzten. Das soll nicht heißen, dass alles was bisher gemacht wurde schlecht ist, jedoch ist es in einer Demokratie sicher keine Auszeichnung wenn ein und die selbe Person 20, ja 30 Jahre in ein und dem selben Gremium sitzt. Und das ist in Schorndorf leider kein Einzelfall. Es würde unserer Stadt sicher gut tun, wenn neue Köpfe neue Gedanken und Lösungswege präsentieren. Jetzt kann man natürlich sagen, dass jüngere und neue Leute im Gemeinderat ja nicht die Erfahrung mit einbringen wie die bisherige Besetzung, aber ist das unbedingt ein Nachteil? Ich sage nein. Was den "Jungen" an Erfahrung fehlt, und da bin ich mir sicher, machen sie durch ein vielfaches an Engagement, eine unvoreingenommene Herangehensweise und eine globale Sicht der Dinge wieder wett. Es muss sich die politische Kultur in Schorndorf ändern. Wir müssen endlich über unseren Tellerrand hinausschauen. Politische kostspielige Entscheidungen und deren Resultate, gerade auf kommunaler Ebene, betreffen uns alle über Jahrzehnte.

Für mich ist es selbstverständlich auch Entscheidungen der eigenen Partei in Frage zu stellen, wenn ich anderer Meinung bin. Nur weil es andere Mehrheiten gibt bedeutet das ja noch lange nicht, dass die Entscheidung richtig ist ;-)
Mit den meisten Punkten im Wahlprogramm der Schorndorfer SPD bin ich auch einverstanden. Doch wie überall gibt es auch hier Punkte die ich anders sehe oder denen ich eine andere Priorität zuweisen möchte.

Der eine Punkt betrifft die kommunale Daseinsvorsorge. Ich bin entschieden gegen ein Wasserkraftwerk an der Rems. Der Bau und Betrieb eines solchen Kraftwerks ist ein immenser Eingriff in die Ökologie und steht in keinem Verhältnis zu dem erwartenden Nutzen. Klar, Wasser als Energieträger steht 24h/ 365 Tage im Jahr kostenlos zur Verfügung, aber ist uns das ein massiver Eingriff in den Grundwassserhaushalt, Fischsterben und nicht zuletzt eine Habitatsveränderung wert? Mir nicht! Starke kommunale Energieversorger gehören für mich zu einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Kommunalpolitik. Doch nicht auf Kosten der Natur. Deshalb trete ich für den Bau und Betrieb eines Biomassekraftwerkes ein. Dieses arbeitet weitgehend CO2- Neutral und die Technik ist ausreichend erprobt und zuverlässig im Vergleich zu Biogasanlagen. Dies wäre ein wichtiger und richtiger Schritt hin zu bezahlbarer Energie für die Bürgerinnen und Bürger und die logische Weiterentwicklung der "Energieversorgung Mittleres Remstal"

Den anderen Punkt den ich gerne verstärkt verfolgt wissen möchte ist die Ausweisung von bezahlbarem Bauland für junge Familien. Heutzutage ist es fast unmöglich geworden in der Region einen bezahlbaren Bauplatz zu finden. Schorndorf sollte im Wettbewerb der Städte und Kommunen alles tun damit sich Neubürger hier ansiedeln können. Mit dieser Forderung einher, geht natürlich auch der Ausbau der Betreuungskapazitäten für unter Dreijährige und mit Sicherheit auch die Verbesserung der Ferienbetreuung. Schorndorf muss mit einem Gesamtkonzept seinen Standortvorteil, im Wettbewerb um neue Familien, in der Region nutzen und ausbauen.

Alles in allem sind wir sicherlich eine attraktive Stadt. Aber Schorndorf wird im Rahmen seiner Möglichkeiten unter Wert geschlagen. Die Investitionen im Breuninger- Areal zum Beispiel sind sicher ein Schritt in die richtige Richtung Schorndorf noch attraktiver zu machen, doch ist es damit nicht getan.

Es gibt viel zu tun, und ich würde meinen Beitrag dazu gerne leisten. Packen wir´s an!

Ihr Christian Kollmer